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Projekt-Referenzen

Referenzen & Projekte – Ergebnisse, die wirken

Seit mehr als 20 Jahren begleite ich Organisationen in Industrie, Verwaltung und Wissenschaft bei Veränderungsprozessen, Digitalisierungsprojekten und interkulturellen Aufgaben. Hier eine Auswahl meiner Projekte und Tätigkeiten:

 

Globales Travel Management

  • Ausgangslage: Dezentrale Abläufe bei Buchungen & Reisekosten, wenig Transparenz.
  • Vorgehen: Auswahl und Einführung eines kombinierten Buchungs- und Reisekostentools (Desktop & mobil). Schulung der Mitarbeitenden, Integration in Finance & Compliance, weltweiter Rollout.
  • Ergebnis: Einheitlicher Prozess, höhere Transparenz, schnellere Abwicklung, bessere Kostenkontrolle.

 

Digitales Besuchermanagement

  • Ausgangslage: Papierbasierte Empfangsprozesse, langsame Abläufe.
  • Vorgehen: Konzept, Anbietersteuerung, Einführung eines Self-Check-in-Systems (QR-Code, iPad, Smartphone), Erweiterung für Lieferanten & Zoll.
  • Ergebnis: Effiziente Abläufe, bessere Nachvollziehbarkeit, positiver Besuchereindruck, internationale Skalierung.

 

Projektleitung Betriebskantine (~700 T€ Budget)

  • Ausgangslage: Notwendige Modernisierung & Neuausstattung unter schwierigen Marktbedingungen.
  • Vorgehen: Planung, Ausschreibungen, Lieferantenauswahl, Bau- & Ausstattungsteuerung bis zur Fertigstellung.
  • Ergebnis: Erfolgreiche Realisierung im geplanten Budgetrahmen, moderne Betriebskantine für Mitarbeitende.

 

Krisenmanagement nach Fukushima (2011)

  • Ausgangslage: Neue EU-Vorgaben für Importe nach dem Reaktorunfall, Gefahr von Lieferstopps.
  • Vorgehen: Aufbau eines sicheren Importprozesses, enge Abstimmung mit Behörden, Anpassung der Lieferketten.
  • Ergebnis: Rechtssichere, schnelle Abwicklung, Aufrechterhaltung der Lieferfähigkeit in Krisenzeiten.

 

Interims- & Leitungsaufgaben

  • Ausgangslage: Vakanz- und Übergangssituationen in administrativen Bereichen.
  • Vorgehen: Übernahme von Leitungsfunktionen, Stabilisierung von Teams, Strukturierung laufender Prozesse.
  • Ergebnis: Geordnete Übergaben, gesicherter Betrieb, verbesserte Abläufe.

 

Lehre & Vorträge

  • Ausgangslage: Bedarf an wissenschaftlich fundierter, praxisnaher Vermittlung.
  • Vorgehen: Seminare & Vorlesungen an der JLU Gießen und der Philipps-Universität Marburg zu Ethnologie, Kulturwissenschaft, Geographie & Japanologie; Vorträge zu Change, Digitalisierung & Interkulturalität.
  • Ergebnis: Erfolgreiche Lehre & Weiterbildung, positive Evaluationen, nachhaltige Wissensvermittlung.

 

 

 

Projekte & Events

Gerne informieren wir Sie über die aktuellen Projekte in unserem Haus.

MICT UA – Aufbau strukturierter internationaler Bildungs- und Rückkehrpfade für ukrainische Talente

 

MICT UA ist eine unabhängige Initiative von Kalden-Consulting, die darauf abzielt, eine der zentralen Herausforderungen für die Zukunft der Ukraine anzugehen: die nachhaltige Entwicklung, internationale Qualifizierung und potenzielle Rückkehr junger Talente.

 

Der Name MICT leitet sich vom ukrainischen Wort „міст“ ab, das „Brücke“ bedeutet. Er spiegelt die Kernidee der Initiative wider: Verbindungen zwischen internationalen Bildungsangeboten und langfristigen Perspektiven in der Ukraine zu schaffen.

 

 

 

Herausforderungen

 

Die Ukraine steht vor einer Reihe miteinander verknüpfter demografischer, gesellschaftlicher und struktureller Herausforderungen, die durch den andauernden russischen Angriffs- und Terrorkrieg erheblich verschärft werden.

 

Gemeinsam mit ihren Eltern hat eine große Zahl junger Menschen das Land verlassen — viele von ihnen werden jedoch für den langfristigen Wiederaufbau, die wirtschaftliche Entwicklung und die gesellschaftliche Stabilität der Ukraine dringend benötigt. Dies betrifft nicht nur aktuelle Studierende, sondern ganze jüngere Generationen, deren zukünftiger Beitrag entscheidend sein wird, um die erheblichen menschlichen und demografischen Verluste infolge des Krieges auszugleichen.

 

Gleichzeitig integriert sich eine wachsende Zahl ukrainischer Kinder und junger Menschen tief in ausländische Bildungssysteme und soziale Umfelder. Viele von ihnen haben die Ukraine in sehr jungem Alter verlassen — teilweise noch vor dem Eintritt in das ukrainische Schulsystem — und werden heute vollständig im Ausland ausgebildet und sozialisiert. Die ukrainische Sprache und Identität werden dabei in manchen Fällen nur noch als sekundärer oder fremdsprachlicher Bestandteil aufrechterhalten, während das Bild der Ukraine überwiegend durch vor dem Krieg geprägte familiäre Narrative bestimmt wird.

 

Dies führt zu einer strukturellen Entkopplung, die weit über die physische Abwesenheit hinausgeht: Zukünftige Generationen laufen Gefahr, nicht nur institutionelle Verbindungen, sondern auch soziale, kulturelle und berufliche Bindungen zur Ukraine zu verlieren. In der Folge entsteht ein langfristiges Risiko des Verlusts von Fachkräften — genau zu dem Zeitpunkt, an dem eine hochqualifizierte und international erfahrene Arbeitskraftbasis für den erfolgreichen Wiederaufbau und eine nachhaltige Entwicklung dringend erforderlich ist.

 

 

 

Konzeptmodell

 

MICT UA konzentriert sich auf die Entwicklung lokal verankerter Kooperationsmodelle, die eine strukturierte Integration junger Ukrainerinnen und Ukrainer in Bildung, Arbeit und Gesellschaft in der Ukraine ermöglichen. Die Initiative richtet sich an eine spezifische Zielgruppe: junge Menschen, die im Ausland aufgewachsen sind oder dort ausgebildet wurden und denen es möglicherweise an ausreichenden Sprachkenntnissen, institutionellem Verständnis und sozialer Anbindung an die Ukraine fehlt.

 

 

1) Lokale Kooperationsstrukturen

Kern des Modells ist der Aufbau von Kooperationen zwischen lokalen Verwaltungseinheiten, Hochschulen und Unternehmen. Diese Akteure schaffen gemeinsam die Voraussetzungen für eine strukturierte Integration auf lokaler Ebene

 

 

2) Vergütete Integrationsphase

Für Teilnehmende, die eine sprachliche und soziale Integration benötigen, wird eine strukturierte Integrationsphase von etwa 6–9 Monaten vorgesehen. Diese Phase kombiniert vergütete Praktika in Unternehmen mit begleitendem Ukrainischunterricht. Die Vergütung ist dabei entscheidend, um die finanzielle Tragfähigkeit und Zugänglichkeit für die Teilnehmenden sicherzustellen.

 

Gleichzeitig ermöglicht diese Phase den Teilnehmenden:

  • praktische Arbeitserfahrung in der Ukraine zu sammeln
  • ihre Ukrainischkenntnisse im realen Alltag zu verbessern
  • ein aktuelles Verständnis von ukrainischer Gesellschaft und Identität zu entwickeln

 

Dies kann als eine Form nachgeholter oder erneuerter Sozialisation in der Ukraine verstanden werden.

 

 

3) Wohnraum und lokale Unterstützung

Eine zentrale Voraussetzung für die Umsetzung ist die Verfügbarkeit von bezahlbarem Wohnraum sowie lokaler organisatorischer Unterstützung. Für viele Teilnehmende kann sich die Rückkehr in ihre Heimat Ukraine ähnlich anfühlen wie ein Auslandsstudium, da lokale Strukturen, Sprache und Alltag (neu) erlernt werden müssen.

 

Diese Elemente sollen durch die Zusammenarbeit von Kommunen, Institutionen und Unternehmen koordiniert werden.

 

 

4) Übergang in Bildung und/oder Beschäftigung

Sobald das erforderliche Sprachniveau und eine grundlegende Integration erreicht sind, können die Teilnehmenden übergehen in:

  • ein Studium an ukrainischen Hochschulen bei gleichzeitiger Teilzeitbeschäftigung in Unternehmen
  • oder eine direkte Beschäftigung in den beteiligten Unternehmen

 

Dies schafft einen durchgehenden Pfad von der initialen Integration hin zur langfristigen Teilhabe an Wirtschaft und Gesellschaft der Ukraine.

 

 

 

Rolle der Initiative

 

MICT UA wird von Kalden-Consulting initiiert und entwickelt. Zu den Schwerpunkten gehören:

  • Konzeptentwicklung
  • strukturelle Ausgestaltung von Integrationspfaden
  • Aufbau von Netzwerken zwischen Institutionen

 

Eine direkte Vermittlung oder Rekrutierung findet nicht statt, da eine nachhaltige Integration nur durch die Akteure und Institutionen vor Ort gewährleistet werden kann.

 

 

 

Aktueller Stand

 

Die Initiative befindet sich derzeit in einer konzeptionellen und netzwerkbildenden Phase, und erste Gespräche werden geführt mit:

  • Universitäten in der Ukraine
  • institutionellen Akteuren
  • potenziellen internationalen Partnern

 

 

 

Für weitere Informationen, Austausch oder Zusammenarbeit:

 

Wolf Hannes Kalden
kalden@kalden-consulting.de